GLAUBE LIEBE HOFFNUNG


GLAUBE LIEBE HOFFNUNG

Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern. Von Ödön von Horváth.
Gastspiel von Landungsbrücken, Frankfurt a.M.

„Maja Hofmann tritt da als Elisabeth ganz großartig auf - und auch die in zig Rollen aktiven Lisa Hofer und Sophie Melbinger spielen so auf den Punkt genau die Stadien der Pression durch, das man nur staunen kann... Das ist ein schönes Spiel.“ Frankfurter Rundschau

Elisabeth kämpft. Gegen ihre Armut, gegen ihre Schulden, gegen Ignoranz, gegen Recht und Ordnung, gegen bestehende Gesellschafts-, Herrschafts- und Wirtschaftsformen, gegen scheinbare Helfer und tollkühne Lebensretter, gegen ihre Chefin, Richter, Ämter, gegen die totale Verelendung, gegen sich und schließlich gegen den Tod.
Elisabeth kämpft einen aussichtslosen Kampf in einer Welt, in der Mitgefühl nur noch als Verkaufsargument funktioniert, den eigenen Marktwert steigert - der Dackelblick der Biomafia hilft keiner alten Dame über die Straße.

Wer möchte seine Prekär-Existenz schon gefährden, um Unrecht von einem Mitmenschen abzuwenden? Wie viel Courage kann sich eine verarmende Gesellschaft leisten? Wie laut darfst du werden, bevor sich die Maschen deines ganz persönlichen sozialen Netzes weiten und du durchfällst? Verschließe deine Augen und du eckst nicht an!

In einer Zeit, in der immer mehr Menschen unter prekären Lebensumständen leben und diese als gegeben hinnehmen, in einer Zeit, in der Entscheidungsträger hilflos, aber erschreckend gelassen dieser Problematik gegenüberstehen, demaskiert dieser Spießrutenlauf von Ödön von Horváth, der auf einer wahren Begebenheit beruht, den Menschen in seiner Bigotterie und zynischen Rücksichtslosigkeit.

Drei junge Schauspielerinnen - Lisa Hofer, Maja Hoffmann und Sophie Melbinger - übernehmen alle knapp zwanzig Rollen und loten die Erbärmlichkeit menschlichen Verhaltens als Prinzip von Unterwerfung und Machterhalt aus.

Regisseur Tim Egloff ist als Schauspieler festes Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim. GLAUBE LIEBE HOFFNUNG (Frankfurt-Premiere: September 2009, gefördert vom Kulturamt Frankfurt) ist seine zweite Inszenierung für die Landungsbrücken Frankfurt nach BIER FÜR FRAUEN im September 2008.

Regie: Tim Egloff
Mit: Lisa Hofer, Maja Hofmann und Sophie Melbinger
Bühne: Anke Niehammer
Kostüme: Janine Werthmann

Quelle: i-camp/neues theater münchen
Foto: Anke Niehammer

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