Monica Gomis - Catching a Big Fish
Tanzperformance von Monica Gomis - Catching a Big Fish am 01. & 02.02.2011 im i-camp München.
Wie viele Möglichkeiten gibt es, eine Geschichte zu erzählen? Was ist eindeutig, was Illusion? Können wir unserer Wahrnehmung – und der der anderen – trauen?
Catching a Big Fish folgt den verschlungenen Pfaden eines Verbrechens, das möglicher Weise nie begangen wurde. Oder doch? Teresa Acevedo, Nuño Lucas, Andreas Albert Müller und Sonja Pregrad sind die tanzenden Protagonisten eines Krimis, der Schritt für Schritt in seine Einzelteile zerlegt wird. Im Spiel mit Bedeutungen und Identitäten wird die Narrativität der Geschichte ad absurdum geführt. Bild-, Text- und Bewegungsfragmente werden dekonstruiert und neu zusammengesetzt.
Auf Basis von Improvisationsarbeit entwickelt Monica Gomis gemeinsam mit ihrem internationalen Tänzerteam das Bewegungsmaterial von Catching a Big Fish. Dabei führt sie die in ‚A Woman with a Plan’ (2009) begonnenen Untersuchungen über das Verhältnis von Körper, Bild, Text und Musik weiter. Besonders interessiert sie sich für die Frage, inwiefern durch die gezielte Veränderung einzelner Elemente einer Performance der Sinnzusammenhang geändert werden kann und welche Auswirkungen eine solche Neuordnung auf die Wahrnehmung von Zuschauern und Performern hat.
Ziel ist es, die vermeintliche Eindeutigkeit von Bedeutungszuschreibungen als Illusion zu entlarven.
Dies geschieht durch die Rekombination der choreographischen, sprachlichen und szenischen Elemente der Tanzperformance. Zudem ist Catching a Big Fish ein Stück über die verschiedenen Formen von Überwachung und Beobachtung der eigenen und fremder Person(en).
Idee / Konzept: Monica Gomis
Choreographie: Monica Gomis, Teresa Acevedo, Nuno Lucas, Andreas Albert
Müller und Sonja Pregrad
Tanz: Teresa Acevedo, Nuño Lucas, Andreas Albert Müller, Sonja Pregrad
Dramaturgische Beratung: Tina Meß
Assistenz: Linda Loebel
Musik: Albert Pöschl
Kostüm: Robert Kis
Licht: Michael Bischoff
Raum: Monica Gomis, Michael Bischoff, Tina Meß
Grafik: Jorge Galán
Liquete / Organisation: Tina Meß, Monica Gomis
Medienbetreuung: Ulrich Stefan Knoll, Tina Meß
Monica Gomis
Geboren in Alcoy/ Spanien, absolvierte zunächst eine klassische Ballettausbildung. Während eines New York-Aufenthaltes studierte sie „Authentic Movement“ am Laban Institute. Es folgten Zusammenarbeiten mit den Choreografen Trisha Brown, David Zambrano Micha Purucker, Stefan Dreher, Ludger Orlok, Jan Ritsema, Hooman Sharifi, Marten Spanberg und Martin Nachbar (u.a.). 2002 erhielt sie ein Tanzstipendium der Stadt München, während dessen sie sich mit den Arbeiten von Xavier LeRoy, Jan Ritsema und Cristine De Smedt auseinander setzte.
Ihr choreografisches Debüt Dilo, aber sag es besser 2mal, can you say it again? entstand 2004. Es folgten zahlreiche weitere Eigenproduktionen, u.a. Questioning Questions? (2005), Holy heels (2006), Hermanas – Gomis & Stucky (2007)und A Woman with a Plan (2009). Mit ihren Stücken ist Monica Gomis auch auf Festivals wie Les lignes du corps in Valenciennes (Frankreich), dem Alcoi Tanzfestival (Spanien) und der IKB – 10. Internationalen Künstlerbegegnung (St. Gallen, Schweiz) vertreten.
In Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Stadt München entwickelte sie 2007 die international besetzte Reihe Body Territories, die sich mit den Schnittstellen von Tanz und Wissenschaft beschäftigt (Teilnehmer u.a.: Natalie Le Core, Miguel Pereira, Katja Schneider, Pirkko Husemann, DD Devillier, Thomas Lehmen). 2003 erhielt sie einen 3-monatigen Lehrauftrag an der Korean National University of Arts in Seoul, Korea. Zudem wirkte sie wiederholt als Darstellerin und Bewegungscoach an Theaterprojekten mit (u.a. Lost, Bist Du noch da?).
Quelle: i-camp/neues theater münchen
Foto: Jorge Galan
Veranstaltungsdaten
Veranstaltung
Monica Gomis - Catching a Big Fish
Kartenpreise
16,00 EUR / 10,00 EUR (ermäßigt)
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