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Rusalka - Oper von Antonín Dvořák


Rusalka - Oper von Antonín Dvořák

Rusalka - Oper von Antonín Dvořák in der Bayerischen Staatsoper! Neuinszenierung
Jaroslav Kvapil

Lyrisches Märchen in drei Akten op. 114
Rusalka fühlt sich gefangen in ihrer Welt, aus der sie nicht entkommen kann. Sie ist bereit, ihre Unsterblichkeit für eine menschliche Seele aufzugeben, um die Liebe des Prinzen zu erlangen. Bezahlen muss sie dafür mit ihrer Stimme. Verstummt und befreit aus ihrer dunklen Welt muss sie mit ansehen, wie der Prinz eine fremde Frau ihr vorzieht – zu ihrer beider Verhängnis. Sie kann nicht leben, sie kann nicht sterben und verhilft dem Prinzen am Ende dennoch mit einem „rettenden“ Kuss zu seinem Tod.

Antonín Dvořák und sein Librettist Jaroslav Kvapil vermischen in ihrer 1901 uraufgeführten Oper Rusalka den slawischen Mythos der untoten Rächerin aus dem Wasser mit Märchenfiguren wie Friedrich de la Motte Fouqués Undine und Hans Christian Andersens kleine Seejungfrau vor dem Hintergrund der düsteren Sagen des Dichters Karel Jaromír Erben. Die faszinierenden Klangwelten, die liedhaften und hochdramatischen Momente ließen Rusalka zu einer der erfolgreichsten tschechischen Opern werden.

In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln



I. Akt

Auf einer Wiese am Waldsee tanzen und singen drei Elfen in einer schönen Mondnacht. Das Treiben lockt auch den Wassermann aus der Tiefe des Sees. Die Elfen necken den alten Wassermann und er versucht vergeblich, eine von ihnen in das Wasser zu ziehen. Nur die Nixe Rusalka ist traurig: Sie gesteht dem Wassermann, dass sie eine menschliche Seele erhalten will, die den Wasserwesen nicht gegeben ist, denn sie liebt einen Prinzen, der oft zum See kommt und dort badet. Seinetwegen möchte sie ein Mensch werden und eine Seele erhalten, um den Geliebten für sich zu gewinnen. Der Wassermann warnt die Verliebte vor der Menschenwelt, aber vergeblich. Von Mitleid gerührt, rät er ihr schließlich, sich an die Hexe Ježibaba zu wenden, bevor er wieder zum Grund des Sees abtaucht. Rusalkas tiefe Sehnsucht nach Liebe kommt im Lied an den Mond zum Ausdruck. Der See wird kälter, als der Mond verschwindet, und die Hexe erscheint. Rusalka bittet diese, sie in einen Menschen zu verwandeln. Die Hexe erfüllt Rusalkas verzweifelt hervorgebrachten Wunsch und macht aus ihrem Fischschwanz zwei Beine, verlangt aber, dass sie den Menschen stumm bleibe. Sollte sie sich die Liebe des Prinzen nicht erhalten können, müsse sie ins Wasserreich zurückkehren und gleichzeitig dem Geliebten den Tod bringen. Sie prophezeit, dass Rusalka zurückkehren werde. Diese lässt sich von ihrem Vorhaben jedoch nicht abbringen, weil sie überzeugt ist, dass ihre Liebe allen bösen Zauber überwindet. Auf der Jagd nach einem weißen Reh ist der Prinz vom Weg abgekommen und findet sich schließlich am Ufer des Sees wieder, sieht Rusalka, die sich in ein Mädchen von wunderbarer Schönheit verwandelt hat, wirbt um sie und nimmt sie schließlich als Braut mit auf sein Schloss.

II. Akt

Auf dem Schloss, wo sich die Hochzeitsgäste versammelt haben, begegnet man der stummen und eigentümlichen Braut mit Misstrauen. Den Leuten ist das schöne, doch fremde stumme Mädchen unheimlich. Sie wissen schon, dass der Prinz, durch Rusalkas unerklärliches Schweigen verwirrt, sich einer fremden Fürstin zuwendet. Seine Liebe zu Rusalka beginnt zu erkalten, denn Rusalka ist als Wasserwesen nicht für die Liebe geschaffen und kann deshalb die Gefühle des Prinzen nicht in der erwünschten Weise erwidern. Als ihr Geliebter die Fürstin begrüßt, die er der Gesellschaft als seine Braut vorstellt, erkennt Rusalka die Untreue des Prinzen und es bricht ihr das Herz. Der Wassermann tröstet Rusalka, die ihre Stimme wieder erhält und ihr trauriges Los beklagt, denn sie sehnt sich zurück in ihre Wasserwelt. Als der Prinz mit der Fürstin erscheint, versucht Rusalka flehentlich, ihn für sich wiederzugewinnen, doch vergebens. Der Wassermann verkündet das Unheil und zieht Rusalka mit sich fort. Der Prinz ist schockiert über seine Entdeckung, dass seine ursprünglich Angebetete kein menschliches Wesen ist. Die fremde Fürstin lacht schallend über ihren Triumph, denn ihre Liebe war nur Koketterie und Verführung ohne Hintergrund. Zurück bleibt nun der einsame Prinz, weil auch die hochmütige Fürstin ihn verlässt.

III. Akt

Růžena Maturová als erste Rusalka in der Uraufführung 1901 Rusalka beklagt ihr Schicksal, denn sie kann nach ihrer Verzauberung nicht mehr Wasserwesen sein. Sie ist auch aus dem Kreis ihrer Schwestern ausgeschlossen und muss fortan als todbringendes Irrlicht umherwandern. Daher rät die Hexe ihr, den Prinzen zu töten, um sich zu retten, doch die Nixe weist dies zurück, weil sie den Prinzen immer noch liebt. Ein Förster und ein Küchenjunge treten bei der Hexe Ježibaba vor und bitten um ein Gegenmittel für ihren, von einer stummen Frau verhexten und trauernden Prinzen. Nachdem der Wassermann Jäger und Küchenjungen verjagt hat, erzählt er den Elfen von Rusalkas Los. Der Prinz selbst erscheint reumütig wieder am Ufer des Sees, von Sehnsucht nach Rusalka getrieben und bittet sie um Vergebung. Diese kommt als Irrlicht und klagt den Prinzen des Treuebruchs an. Rusalka, die ihn immer noch liebt, warnt ihn, dass ihr Kuss ihn töten wird, doch der Prinz verzehrt sich so sehr nach ihr und ist selig, seine Geliebte wiederzusehen, küsst sie und stirbt in ihren Armen. Rusalka wird dadurch nicht erlöst und muss den Menschen als Irrlicht ewig Verderben bringen. (Quelle: Wikipedia)

Bayerische Staatsoper
Foto: Wilfried Hösl

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Rusalka - Oper von Antonín Dvořák
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Kartenpreise
10,00 bis 132,00 EUR zzgl. Gebühren
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