Viva la Mamma! - Oper von von Gaetano Donizetti


Viva la Mamma! - Oper von von Gaetano Donizetti

Le convenienze e le inconvenienze teatrali - Die Sitten und Unsitten der Leute vom Theater - Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti, nach einer Komödie von Simeone Antonio Sografi. Für die deutsche Bühne bearbeitet von Horst Georges und Karlheinz Gutheim

Ein Alptraum für Theaterschaffende: Opernsänger, Komponist und Impresario bekommen sich auf den Proben derart in die Haare, dass die nächste Premiere mehr als in den Sternen steht. Für die Protagonisten in Donizettis komischer Oper von 1827 werden diese schlimmen Träume wahr.

Mitten in der heißen Probenphase zu ROMOLO ED ERSILIA: Die Sänger diskutieren mit dem Komponisten über ihre Arien und Texte, da wirft sich Mamma Agata für ihre Tochter Luigia, die zweite Sängerin neben der Primadonna, ins Zeug. Ein zusätzliches Rondo würde Luigia gut zu Gesicht stehen. Agata nimmt sich den Komponisten zur Brust und singt ihm die Arie so, wie er sie gestalten soll. Nebenbei beleidigt sie noch die Primadonna und zieht sich den Zorn aller anderen zu. Schnell wird der Wortwechsel handgreiflich, eine weitere Sängerin reist ab, – die Chance für Mamma Agata, selbst als Ersatz einzuspringen. Als nun auch noch der über die Umbesetzungspläne entsetzte Tenor seine Stimme verliert, droht die Hauptprobe auszufallen.

Neben all den Eitelkeiten und Eifersüchteleien kommt noch ein kleines Finanzierungsproblem hinzu: Die Stadt lässt noch offen, wie viel Subvention sie dem Theater gewährt … Doch die Künstler wollen ihre Gage sehen und nur mit viel Überredungskunst gelingt es dem Impresario, die widerspenstige Gruppe dazu zu bewegen, weiter zu proben. Als dann tatsächlich der Zuschuss verweigert wird, kommt Agata nochmals ins Spiel: Sie stellt ihren Schmuck als Kaution zur Verfügung und die Aufführung ist gerettet. VIVA LA MAMMA!

Eine wahre Kostprobe aus dem Theateralltag: Donizettis Oper überzeugt vor allem dadurch, dass die komischen Charaktere aus der grotesken Überzeichnung des Klischees heraus lebendig werden. Mit der Figur der Mamma Agata schuf Donizetti eine Bariton-Partie, die eine der originellsten Rollenerfindungen der komischen Oper im 19. Jahrhundert ist. Kein geringerer als Hector Berlioz bezeichnete Viva la Mamma! als außerordentlich amüsante Farce.

Musikalische Leitung: Ariel Zuckermann
Regie: Nina Kühner
Bühnenbild: Herbert Buckmiller
Kostüme: Claudia Caséra

Quelle: Staatstheater am Gärtnerplatz
Foto: Ida Zenna

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5,50 bis 54,50 EUR zzgl. Gebühren
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